Manche Menschen glauben, dass diese Zustände nicht allein auf die Reaktionen des Körpers an sich zurückzuführen sind. Sondern darauf, dass wir in einer toxischeren Umgebung leben, die viele Chemikalien enthält, die uns in großen Mengen schaden können.
Wäre es jedoch rein auf die Chemikalien selbst zurückzuführen, dann wären genau diese Symptome in der Bevölkerung epidemisch verbreitet.

Warum entwickeln manche Menschen diese Zustände, während andere, die derselben Chemikalie ausgesetzt sind, dies nicht tun?
Es liegt daran, dass es die „Programmierung des Gehirns“ ist, sein „Softwareprogramm“, wenn man so will, das während eines traumatischen Ereignisses verändert wird. Nach diesem anfänglichen sensibilisierenden Ereignis wird das Gehirn dieser Person anders reagieren.

Des Weiteren ist es wahrscheinlich, dass jemand, der anfälliger für eine übererregte Amygdala ist (z.B. Vorgeschichte von Angstzuständen, Panikstörung usw.), auch anfälliger für die Entwicklung eines Zustands ist, da die Amygdala und Insula empfindlicher auf neue Bedrohungen reagieren.

Meine Amygdala- und Insula-Hypothese für diese Zustände
Diese Zustände sind neurologische Störungen.
Meine Hypothese ist, dass MCS, Schimmelpilz-Krankheit und EHS neurologische Störungen sind, die durch konditioniertes Trauma in der Amygdala und Insula verursacht werden und ähnliche Signalwege betreffen, die bei ME/CFS und Fibromyalgie angenommen werden. Wir nennen diese Arten von Zuständen „Neuro-Immun-Konditionierte Syndrome (NICS)“.

Eine genetische Veranlagung?
Es gibt wahrscheinlich eine genetische Prädisposition für die Entwicklung dieser Zustände, die Mechanismen beeinflussen kann, die auf dieser Seite beschrieben werden, oder vielleicht peripher dazu sind. Unsere Gene sind jedoch nicht unser Schicksal, wie die neuesten Entwicklungen in der Epigenetik betonen. Daher bedeutet eine genetische Prädisposition nicht unbedingt, dass eine Person nicht heilen und sich verbessern kann.

Welche Rolle spielen die Amygdala und die Insula?
Die Amygdala ist dafür verantwortlich, Bedrohungen für den Körper zu erkennen und geeignete Reaktionen zur Minderung dieser Bedrohungen einzuleiten.
Die Insula moduliert sensorische Erfahrungen und Informationen über den physiologischen Zustand des Körpers.

Während einer besonders stressigen Phase im Leben eines Menschen ist die Amygdala in höchster Alarmbereitschaft und reagiert auf emotionale und physische Bedrohungen. Ist der Alarmzustand der Amygdala besonders hoch und die Person gleichzeitig einem Toxin ausgesetzt, kann in der Amygdala in Verbindung mit der Insula ein konditioniertes Trauma entstehen.
Diese Exposition kann eine einmalige oder eine wiederholte Exposition sein. (Bei wiederholter Exposition gibt es eine Theorie namens „Kindling“, die bei Epilepsie auftritt und möglicherweise erklärt, wie der neurologische Prozess selbst funktioniert).

Diese Amygdala- und Insula-Hypothese dient als potenzielles vereinheitlichendes Modell für die verschiedenen Beobachtungen bei Patienten. Mehr erfahren Sie hier.
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